Ignorantia non est argumentum

Asimov

Feuchte Träume

Steel Panther im LKA
Vier erwachsene Männer, in grotesk engen Blue Jeans, nicht mehr ganz jung, sondern im Gesicht eher ledrig. Sie sind tätowiert, tragen peinliche Stirnbänder und haben Frisuren, mit denen ihnen selbst in den weniger schicken Discotheken in Stuttgart höchstwahrscheinlich der Eintritt verwehrt bleiben würde, und das völlig zurecht. Hier im LKA aber posieren sie auf der Bühne, Steel Panther, Hardrocker aus Los Angeles, und spielen dabei Songs mit Titeln wie „Death to all but Metal“ oder „Party All Day (Fuck All Night)“. Es riecht nach Bier und Schweiß, das Publikum ist zu neunzig Prozent männlich und zu hundert Prozent heterosexuell; das Maß, in dem Steel Panther virile Dominanzphantasien verbreiten lässt keinerlei Abweichung zu, „Death to Britney Spears, kill the little slut“ lautet eine Parole. (mehr…)