Archiv der Kategorie 'Kultur'

Salvador Dalí

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Le Jeu lugubre – Das finstere Spiel
„Jeden Morgen beim Aufwachen erfahre ich eine erlesene Wonne…: die Wonne, Salvador Dalí zu sein, und ich frage mich hingerissen, was er heute wohl Wunderbares vollbringen wird, dieser Salvador Dalí.“

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Bernd Graff feuilletonisiert in der SZ über die Siegerpose, die Mario Balotelli nach seinem Treffer zum 2:0 bei dem EM-Halbfinalspiel zwischen Italien und Deutschland eingenommen hat. An sich eine reizvolle Idee; tatsächlich würde ich gerne einmal eine Dissertation zur „Kulturgeschichte des Torjubels von 1950 bis 2012″ lesen – man muss nur einmal ein bisschen bei Youtube recherchieren, um zu sehen, auf was für skurille Ideen manche Kicker kommen. (Ein entfernter Bekannter von mir hatte einmal den festen und zweifellos geschmacklosen Vorsatz, nach seinem nächsten Tor – er war Amateurfußballer – einen Sturmhaube aus seiner Hose zu kramen und aufzusetzen, um anschließend mit einer fiktiven Maschinenpistole auf seine herbeigeeilten Mitspieler zu schießen, die dann einer nach dem anderen zu Boden gehen sollten). Graff allerdings jubelt bei seiner Interpretation Balotelli unter der Hand eine faschistische Attitüde unter. Das fängt schon mit der Überschrift an: „Triumph der Erstarrung“. Gleich zu Beginn ist von „purer Archaik“ die Rede, später heißt es: „Die Erstarrung Balotellis ist Urzeit.“ (mehr…)

Katholische Arbeitsethik

Die Iren

L’avant-garde est derrière nous

Der Hipster als Revolutionär
Mark Greif, der „Chronist der Occupy-Bewegung“ und „Amerikas neuer Lieblings-Intellektueller“, meint in einem Interview mit dem FAZ-Hochschulanzeiger – Zentralorgan für Themen, die regelmäßig für Tumulte in den hiesigen Wohngemeinschaften sorgen – über eine mögliche Wiederbesetzung des Zuccotti Parks mit seiner Beteiligung: „Ich werde als Demonstrant aktiv werden, so oft ich nur kann, aber ich bin von größerem Nutzen für die Bewegung, wenn ich am Schreibtisch arbeite.“ Denn dort kann er Bücher etwa über Hipster verfassen. Das erinnert an die Diskussion zwischen Jean-Paul Sartre und dem französischen Chef-Maoisten Pierre Victor in den 1970er Jahren (später wurde das Gespräch unter dem Titel „Der Intellektuelle als Revolutionär“ als Buch veröffentlicht); Victor legte darin dem Philosophen nahe, die Arbeit an seiner Flaubert-Monographie ruhen zu lassen, um stattdessen einen „volkstümlichen Roman“ zu schreiben – den Massen sei damit besser gedient. Wie doch die Zeiten sich ändern.

Ignorantia non est argumentum

Asimov