Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Ein Juwel sehen, wo nur ein Scheißhaufen ist

„Kulturkonsum ist der verzweifelte, verrückte Versuch, eine beschissene Welt >groovy< zu finden, dem Horror einer sterilen, bewusstlosen Existenz zu entrinnen. >Kultur< ist eine Beruhigungspille fürs Ego der Ignoranten, eine Rechtfertigung fürs passive Zuschauen; diese Leute können sich viel darauf einbilden, die >höheren< Dinge zu bewundern, ein Juwel zu sehen, wo nur ein Scheißhaufen ist (und für ihre Bewunderung wollen sie selbst bewundert werden). Ohne den Glauben, irgend etwas ändern zu können, resigniert vor dem Status quo, müssen sie Schönheit sehen, wo Dreck ist, denn voraussichtlich werden sie nie etwas anderes haben als Dreck."
Valerie Solanas, Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer

Logik der Leitkultur

In Frankfurt ist ein Polizist von vier Jugendlichen mit „Migrationshintergrund“ krankenhausreif geschlagen worden, die Freien Wähler in Hessen erklären infolgedessen die „Multikultigesellschaft“ für gescheitert. Weil man nämlich weiß: In Ländern ohne Multikulti, sagen wir: Pakistan, gibt es keine Kriminalität.

Musiker, Kämpfer, Historiker

Enoch zu Guttenberg an der Heimatfront
Neulich Thema im „Länderreport“ auf Deutschlandradio Kultur: die Energiewende in Bayern und dabei inbesondere der lokale Widerstand gegen den Bau von Windkraftparks. Dort an vorderster Front mit dabei: Enoch zu Guttenberg (der sich auf seiner Homepage allen Ernstes als „Musiker, Kämpfer, Enthusiast“ betitelt). Guttenberg verglich in einer in der Reportage zu hörende Rede die „Heimatzerstörung“ durch die Windkrafträdern mit derjenigen von Dresden durch alliierte Bomberpiloten. Im vergangenen Jahr hatte der Mann im Zusammenhang mit der Plagiatsaffäre um seinen Sohn bemerkt, dass er eine vergleichbare „Menschenjagd“ seit 1945 nicht erlebt habe.

(Anti-)Civilization

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Die Welt im Jahr 3991
Ein schönes Fundstück im Internet: da hat jemand tatsächlich über zehn Jahre hinweg an einem einzigen Match des Strategieklassikers „Civilization II“ gespielt. Herausgekommen ist dabei gewissermaßen eine Langzeitsimulation darüber, wie die Welt in 2000 Jahren aussehen wird. Das Ergebnis: drei Supernationen sind übrig – zwei Theokratien und ein kommunistisches Regime (immerhin); das Klima ist im Eimer und es herrscht permanenter Nuklearkrieg…der Blogeintrag im Original: (mehr…)